Serviettentechnik

Servietten, elegant gefaltet und zu kleinen Kunstwerken verarbeitet, verschönern jeden Tisch. Auch das schlichteste Dinner wird so zu einem Highlight. Doch mit Servietten kann man noch viel mehr machen. Decoupage heißt das Zauberwort, oder auch Serviettentechnik. Damit wird die Bastel-Technik bezeichnet, die mit Servietten als Ausgangsstoff arbeitet.

Decoupage

Decoupage ist eine recht alte Kunsttechnik. Schon Marie Antoinette und Madame de Pompadour sollen gern Dinge mit dieser Technik verschönert haben. Künstler wie Henri Matisse erstellten Bilder mit Decoupage. Doch was ist es nun genau?

Serviettentechnik bedeutet, dass Gegenstände mit Servietten verziert werden. Meist werden Servietten aufgeklebt, eventuell noch Bilder dazu wie bei einer Collage und oft wird auch mit Farbe gearbeitet. Der Phantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Ob die Servietten nun gerissen, geknüllt oder glatt aufgeklebt werden und sie hinterher noch als solche erkennbar sind, sind spielt keine Rolle. Allein das Ergebnis ist entscheidend. Serviettentechnik ist eine sehr kreative und kostengünstige Variante, beispielsweise aus einem simplen Karton eine eindrucksvolle Geschenkverpackung zu zaubern. Auch Karten oder große Bilder können mit Serviettentechnik kreiert werden. Wie immer in der Kunst gilt auch hier: Schön ist, was gefällt.

Sehr verbreitet und beliebt sind Basteleien mit Servietten auf Porzellan, Textilien und auf Kerzen.  Mit wenigen Mitteln lassen sich wahre Kunstwerke erschaffen, die darüber hinaus immer individuell sind. Außerdem ist jedes Stück Decoupage ein Unikat und eignet sich daher besonders gut als Geschenk.

Beispiel für Serviettentechnik (Serviettentechnik auf Keilrahmen)

Für das Basteln mit Porzellan oder Steingut benutzt man am besten Porzellanlack. Wie und wieviel Servietten man aufbringen möchte, ist Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass die Basteleien am Ende auch halten. Es wäre doch schade, wenn nach kurzer Zeit sich das Kunstwerk in Wohlgefallen auflöst. Bei der Serviettentechnik mit Textilien sollte man bedenken, dass das entsprechende Textilstück anschließend nur noch bei höchstens 40 °C gewaschen werden kann. Es empfiehlt sich daher, nicht unbedingt Kleidungsstücke zu verzieren, sondern eher Kissenhüllen oder Taschen, da diese nicht so oft gewaschen werden müssen. Heute bekommt man im Bastelbedarf Spezialkleber für fast alle Untergründe. Das ist wichtig, denn beispielsweise bei Kerzen soll ja das Serviettenmotiv nicht Feuer fangen.

Beispeil für Serviettentechnik (Flasche mit Serviettentechnik bearbeiten)

Übrigens eignen sich auch Papiertaschentücher und einfache, neutral-weiße Servietten für die Serviettentechnik. Sie haben den Vorteil, dass sie der farblichen Kreativität keine Vorgaben machen und nicht um ein Motiv herum gemalt werden muss. Motivservietten hingegen sind besonders bei Anfängern in dieser Technik sehr beliebt, weil sie einfach zu verarbeiten sind. Schließlich ist nicht jeder ein van Gogh.

Beispiel für Serviettentechnik (Weihnachtskugeln mit Serviettentechnik verzieren)